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Endbringer-BruisesIch habe nun die Debüt 7” von ENDBRINGER “BRUISES” in Tapeform vor mir und es erwarten mich knappe 11 Minuten wütender Hardcorepunk, mit Doomanschlag und Epik, sozialkritischen und persönlichen Lines inklusive jeder Menge Endzeitstimmung. Und ENDBRINGER ist eindeutig Stimmungsmusik, weniger auf Technik (wobei es an dieser bei dem 4 talentierten Musikern auf keinen Fall mangelt) sondern mehr auf Songwriting und Herz ausgelegt.

Dieses Konzept geht schon beim ersten der beiden Songs TURNING COLD auf. Ein 1:30 Min. Intro – schleppender Schlagzeugtakt, begleitet von simplen aber äußerst effektiven Akkorden, gefolgt von einem Downtempo-Palm-Muting-Stakkato-Riff lassen den Hörer schon das Eis vom Coverartwork im eigenen Zimmer spüren. Und dann zack – TROMMELWIRBEL – und der wütende Punk tanzt für weitere 1:30 Min. Pogo auf den Eisschollen.

Ein heavier Uptempo Riff, gefolgt von Auf-die-Fresse Midtempo, technisch und songwritingmäßig voll auf der Höhe. Extrem wütende Vocals und angepisste, deepe Lyrics ergänzen das Bild perfekt. Nach etwas mehr als 3 Minuten fällt dem Punk ein wo er steht, er lässt den Kopf hängen, ein depressiver, düsterer Downtempo Part, welcher sich zu einem Metalfinale mit Doublebasseinlage steigert besiegelt das vorläufige Ende der Welt – erster Akt nach knapp 5 Minuten beendet. Dem Hörer wird durch das Gitarrenintro von BRUISES eine kurze Pause gewährt, welche sofort durch einen Downtempobeat des Schlagzeugs ruiniert wird – und das im Positiven Sinne. Gefolgt wird die heftige Eröffnung von einem noch VIEL, VIEL heftigerem Doomteil, um erneut einen Uptemporiff einzuleiten. Dieser wird aufgelöst durch einen Moshpart mit obligatorischer Crewshouteinlage, welche mein einziges Manko an dieser 7” ist. Viele der Crewshouts kommen zu laff rüber, und außerdem braucht ENDBRINGERs Musik meiner Meinung nach keine Crewshouts.

Das kurze Auswandern wird dann jedoch jäh durch einen emotionalen, melodischen Teil beendet und langsam müsste jeder Hörer Bilder der Sonne googeln um noch an das Gute zu glauben. Ein krönender Abschluss eines sehr gelungenen Debüts. Die Kombo schafft es bei einer durchschnittlichen Songlänge von mehr als 5 Minuten nicht eine Sekunde langweilig zu sein, das Songwritingkonzept geht voll auf, ich bin schon auf mehr gespannt. Nach 11 Minuten ENDBRINGER muss man sich erstmal mit einem Blick nach draußen vergewissern, dass die Welt noch steht. Also wenn ihr die Möglichkeit haben solltet, die Jungs live zu sehen, nutzt diese, kauft euch das Tape, die 7” – definitiv zu empfehlen. Ihr könnt das Debüt auch online per endbringer.bigcartel.com ordern. In diesem Sinne viel Spaß damit.

1 Kommentar »

  1. Andi — 28. April 2009 um 20:43

    Definitiv 11 wahnsinnige Minuten ! (:
    Schlägt voll ein. Ziel erreicht.
    Find die Crewshouts voll in Ordnung, aber ist ja im Endeffekt Geschmackssache.
    gespannt auf Neues
    lg

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