
Album: The God Complex
Musikrichtung: Rock
Label: Panic, Assualt (EU), Rivalry
Myspace: www.myspace.com/anotherbreath
Another Breath aus Syracuse sorgten vor rund drei Jahren mit ihrem Debut „Mill City“ für großes Aufsehen, denn es war wohl eines der intensivsten Alben des Jahres, vollgestopft mit Wut, Angst und Verzweiflung. Von punknews.org und scenepointblank.com wurde die Band hochglobt und auch auf ihrer Europa–Tour zusammen mit Killing The Dream trafen Another Breath genau ins Schwarze und wurden von den hiesigen Fans gefeiert. Doch dann wurde es still um die Band, erst im Frühjahr des letzten Jahres kündigten sie auf ihrer Myspace-Seite ein neues Album an, mit dem Titel „The God Complex“. Von der Ankündigung bis zum Release sind über neun Monate vergangen, in denen Another Breath ein Label finden mussten, welches die Platte veröffentlicht.
Panic Records (Hostage Calm, At Half-Mast) erklärten sich im Sommer bereit, die Scheibe zu vermarkten und im Dezember hat sie auch den Weg nach Europa gefunden. Was darf man sich nun darunter vorstellen, unter dem „Gott-Komplex“? Um Gott geht es, so viel ist sicher und wenn man sich die Tracklist anschaut, dann kann man hier fast schon von einem Konzeptalbum rund um das Thema Glaube und Gott sprechen. Schon der basslastige Opener „No God“ macht klar, dass Another Breath auf ihrer neuen Platte rockiger ans Werk gehen. Was aber kein Kritikpunkt ist, denn die Stimme von Frontmann Ted ist aggressiver, rauer und verzweifelt denn je. „Sin Eater“ legt im Gegensatz zum Vorgänger einen Zahn zu und eh man sich versieht, findet man sich bei den zwei Stücken „Nausea“ und „I Want To Live“ wieder. Beide Songs sind Aufrufe dazu, sein Leben zu leben wie man selber es möchte und seine Zeit nicht damit zu verschwenden an etwas zu glauben, was eh nicht existent ist. Das Highlight auf „The God Complex“ ist wohl „God Complex“. Ein von der Instrumentierung her minimal gehaltener Songs, welcher die volle Kraft der Stimme von Sänger Ted zum Ausdruck bringt und den Hörer mit Verzweiflung und Emotion förmlich gegen die Wand presst. Während sich so die erste Hälfte des Albums mit dem Glauben an Gott beschäftigte und zumindest Another Breath zu dem Schluss kommen, das Gott nur in den Köpfen der Menschen existiert, so wird in der zweiten Hälfte der Mensch selber als Gott und Teufel zugleich betitelt. Das machen allen voran die Stücke „Belly Of A Whale“ und „I Am The Messiah“ deutlich. Das Gesamtbild auf „The God Complex“ ist also durch und durch stimmig und auch musikalisch haben Another Breath mal wieder gezeigt, dass sie nicht ohne Grund die Lieblinge der Kritiker sind. Ob man nun an Gott glaubt oder nicht, die neue Platte von Another Breath ist ein Pflichtkauf für jeden Fan von gutem Hardcore.
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