Köln, Essigfabrik – 8.03.2010
Die Rebellion-Tour war zu Gast in Köln. Mit einem sehr amtlichen Line-Up, bestehend aus The Setup, Cruel Hand, Death Before Dishonor, Terror sowie der Hardcore-Legende Madball, konnte man viele Zuschauer nach Köln locken. Zwar war das Konzert offiziell nicht ausverkauft, doch die Essigfabrik war sehr gut besucht.
The Setup aus Belgien, die einzige europäische Band der Tour, hatte die Ehre den Abend zu eröffnen. Leicht war es für die Band allerdings nicht, denn der größte Teil des Publikums stand bei den Merchständen oder an der Theke und traute sich nicht wirklich an die Bühne heran. Nur einige “Kampfsportler” nutzten den vorhanden Platz für ihre Zwecke. Musikalisch passte die Band zwar gut ins Line-Up aber der Funke sprang einfach nicht über. Als zweites waren Cruel Hand an der Reihe. Sehr, sehr ordentlicher Auftritt. Die Jungs werde ich mir auf jeden Fall nochmal anschauen. Eine motivierte Bühnenshow und auch einige aktive Fans rundeten den Auftritt ab. Bester Song des durchweg guten Sets: “Life in Shambles”.
Großes Lob an die Veranstalter: Alle Bands spielten pünktlich und auch die Umbauzeiten waren sehr erträglich. Um kurz nach neun betraten Death Before Dishonor die Bühne. Die Essigfabrik war jetzt ziemlich voll und auch direkt vor der Bühne herrschte großes Gedränge. Alles in allem eine routinierte Show von DBD, nicht mehr nicht weniger. Für alle Fans sollte es ein gelungener Auftritt gewesen sein. Zwischendurch war noch Black Friday 29 Sänger Björn auf der Bühne um für den neu gegründeten Verein “Concrete Help” zu werben und Spenden zu sammeln. Mein Favorit Terror war gegen 22 Uhr an der Reihe. Meiner Meinung nach ein grandioser Auftritt. Sänger Scott Vogel war richtig gut drauf und die Band wirkte, trotz harter Musik, echt freundlich und sympathisch. Die Setlist war ebenfalls klasse, “Always the hard way” der beste Song des Abends. Massig Stagedives, ein schöner Pit – alles da was es braucht. Ok, auf einige selbstdarstellerische “Fans” hätte ich verzichten können, oder muss man sich unbedingt vor einem Stagedive 2 Minuten lang auf der Bühne aufhalten, damit auch alle die tollen Moves von einem sehen? Muss man meiner Meinung nach nicht.
Zum Schluss war dann Madball, das Hardcore-Urgestein aus New York an der Reihe. Eine energische Show, bei der man einfach mitgehen muss. Die Band versteht es einfach die Halle zum Kochen zu bringen. Hier stimmt einfach alles. Neuer Songs wie “Infiltrate the system” treffen auf ältere Lieder wie “Set it off” oder “Hold it down”. Dann zum Schluss darf dann jeder der will die Bühne erstürmen. Eine große Party war der Auftritt von Madball in jedem Fall.
Für 17 Euro hat man durchaus einen guten Konzertabend erlebt. Ein paar Bands auf meiner “Must see”-Liste kann ich jetzt wieder streichen.
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